Arbeitswelten werden flexibler. Arbeitszeiten verändern sich, Pausen werden individueller und Homeoffice ist für viele Beschäftigte längst normal. 2025 arbeitete in Deutschland jeder vierte Erwerbstätige zumindest gelegentlich im Homeoffice. In Unternehmen mit mindestens 250 tätigen Personen lag der Anteil sogar bei 35 Prozent.
Nur die Betriebsverpflegung ist vielerorts noch nach alten Strukturen organisiert.
Flexible Arbeitszeiten einzuführen, gleichzeitig aber Frühstück nur von 8:30 bis 9:30 Uhr und Mittagessen ausschließlich von 11:30 bis 13:30 Uhr anzubieten, passt nicht zusammen.
Verpflegung muss zum Arbeitsalltag passen
Auch die Erwartungen verändern sich. Gerade jüngere Beschäftigte beschäftigen sich intensiv mit Ernährung, Gesundheit und Alltagstauglichkeit. Gleichzeitig fehlt häufig die Zeit, sich so zu ernähren, wie man es eigentlich möchte. In der Nestlé-Ernährungsstudie 2024 gaben 61 Prozent der befragten Generation Z an, dass ihnen dafür im Alltag oft die Zeit fehlt.
Für moderne Betriebsverpflegung bedeutet das:
Gesund und ausgewogen reicht nicht mehr. Essen muss auch schnell verfügbar sein und zu unterschiedlichen Arbeitszeiten passen.
Schwankende Anwesenheit verändert die Mengenplanung
Dazu kommt ein weiteres Problem: Die Mengenplanung wird deutlich schwieriger.
Ein vereinfachtes Beispiel verdeutlicht den Unterschied: Bei stabiler Anwesenheit könnte ein Unternehmen mit 500 Mitarbeitern mit rund 100 Mittagessen rechnen. Je nach Speiseplan wären es vielleicht 60 Essen bei Leber oder 120 bei Braten. Über den Monat bliebe die Gesamtmenge vergleichsweise gut kalkulierbar.
Bei wechselnder Anwesenheit sieht das anders aus: Montags sind beispielsweise 350 Mitarbeiter im Unternehmen, dienstags 430 und freitags arbeiten viele im Homeoffice. Dazu kommen unterschiedliche Arbeitsanfänge, Teilzeitmodelle und flexible Pausenzeiten.
Die Mitarbeiter- und Essenszahlen sind illustrative Beispiele, keine erhobenen Branchenwerte.
Damit schwankt nicht nur die Nachfrage. Auch Einkauf, Personalplanung, Wareneinsatz und die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung werden schwieriger zu kalkulieren.
Flexibilität statt eines starren Modells
Genau deshalb braucht moderne Betriebsverpflegung heute vor allem eines: Flexibilität.
Nicht jeder Standort braucht deshalb automatisch eine klassische Kantine mit festen Ausgabezeiten. Je nach Unternehmen können flexible Konzepte, Selbstbedienung, MicroMarkets oder Kombinationen aus klassischer Essensausgabe und rund um die Uhr verfügbarer Verpflegung die bessere Lösung sein.
Dabei müssen Zugang, Befüllung, Kühlung und Betreuung auf die tatsächlichen Nutzungszeiten abgestimmt sein.
Denn flexible Arbeit funktioniert langfristig nur dann wirklich, wenn auch die Betriebsverpflegung flexibel mitdenkt.
Genießen Sie Ihre Pause.
